Spielmannszug Hesedorf-Bremervörde feiert seinen 100. Geburtstag ohne Feierlichkeiten


Hesedorf-Bremervörde (fb).
Am 13. Juli 1921 traf sich in der Gaststätte Wilckens die Freiwillige Feuerwehr zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung. Dieser Abend war die Gründungsstunde  des Trommel- und Pfeifenkorps und endete mit der Beschlussfassung, gemeinsam mit dem Turnverein (MTV) die Kosten für die Gründung des heutigen Spielmannszuges zu übernehmen. In diesem Jahr können die Musiker und Musikerinnen somit auf ihr 100-jähriges Bestehen zurückblicken.

Die Leitung des damaligen Trommel- und Pfeifenkorps übernahm Heinrich Sibbern, der dieses Amt bis zum Anfang des Krieges ausübte. Bereits ein Jahr nach der Gründung hatte der junge Verein seinen ersten öffentlichen Auftritt beim Feuerwehrfest. Fortan begleiteten sie jede Veranstaltung der örtlichen Feuerwehr.

In den Kriegszeiten kam das Vereinsleben komplett zum Erliegen bis es durch das Engagement einiger Spielleute gelang, den Trommel- und Pfeifenkorps wieder mit Leben zu erfüllen. Vom ersten Tambourmajor Harry Lenk über Gerd-Uli Geisthardt und Hermann Wilkens prägte ab 1968 Johann Fischer die Geschicke des Spielmannszuges. 2008 übergab er die Leitung an Mario Albers, der bis 2012 die Verantwortung übernahm, bis schließlich Carsten Kniemeyer bis zum heutigen Tag verantwortlich an der Spitze des Zuges steht.

Traten die Spielleute damals noch in der Einsatzkleidung der Feuerwehr auf, veränderte sich das Aussehen im Laufe der Zeit. Seit 1972 treten die Spielleute in einer roten Uniform auf, die durch die Gemeinde bei der Anschaffung finanziell unterstützt wurden. Weiterlesen… »

Aktuelles

Hönau-Lindorf (FR). Die Freiwillige Feuerwehr Hönau-Lindorf kann in diesem Jahr auf ihr 100-jähriges Bestehen zurückblicken. Gründe zum Feiern gibt es eigentlich reichlich. Neben dem 100-jährigen Bestehen konnte zu Beginn des Jahres ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug entgegen genommen werden und man qualifizierte sich bereits im Jahr 2019 erstmals für den Landesentscheid 2020 in Hannover, der allerdings bis heute noch nicht stattfinden konnte.

Mit der Gründung am 15.04.1921 begann die Geschichte der Ortsfeuerwehr. Damals noch mit einer Handdruckspritze statt eines gut ausgestattetem Feuerwehrfahrzeug. Die Handdruckspritze befindet sich auch heute noch im Besitz der Feuerwehr – inzwischen aufwendig renoviert und immer noch funktionstüchtig. Für diese Handdruckspritze wurde eine Remise komplett in Eigenleistung und mit Hilfe von Spenden erstellt. In diesem kleinen Gebäude gibt es inzwischen viele Gegenstände aus der Geschichte der Feuerwehr Hönau-Lindorf seit ihrer Gründung zu sehen.

Bei der ersten Mitgliederversammlung der Feuerwehr waren bereits 60 Kameraden anwesend. Dieses Amt entspricht dem eines heutigen Ortsbrandmeisters, welches er von 1921 bis 1927 ausübte. Der Mitgliedsbeitrag betrug damals drei Reichsmark. Wenn man in den Protokollbüchern liest, dass eine isolierte Drahtzange benötigt wurde, um bei einem Brand die Stromleitung zum Haus zu kappen, erscheint es schon sinnvoll, dass die Kameraden bereits 1921 bei der Landwirtschaftlichen Brandkasse in Hannover versichert waren.

Neben der Handdruckspritze gab es zunächst keine besonderen Ausrüstungsgegenstände, dennoch war der Bau eines Spritzenhauses im Jahr 1928 in Planung, wurde jedoch aufgrund der großen Geldentwertung zurückgestellt. Dieses wurde schließlich zwischen 1936 und 1950 nachgeholt. In diesen Jahren wurde auch die erste Motorspritze angeschafft.

Die Alarmsirene konnte ab 1955 genutzt werden – zuvor wurden die Feuerwehrleute durch Bläser mit Horn zum Einsatz gerufen. Im Jahr 1962 wurde schließlich ein neues Fahrzeug mit TS angeschafft. Diese TS wurde – wie die übrige Ausstattung natürlich auch – so gut gepflegt, dass sie über 50 Jahre genutzt werden konnte und erst im Jahre 2014 durch eine neue ersetzt wurde.

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Aktuelles

Mehedorf (fb). Die Ortsfeuerwehr Mehedorf wurde im April diesen Jahres 100 Jahre alt. Dieses wäre ein Grund, gebührend zu feiern, leider fällt auch diese Veranstaltung der Pandemie zum Opfer. Trotzdem können die Brandschützer der Mehedorfer Wehr auf eine stolze Historie zurückblicken.

Als Geburtsstunde der Freiwilligen Feuerwehr Mehedorf ist der 21. August 1921 zu nennen. An diesem Tag

100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Mehedorf

trafen sich 15 Mehedorfer Einwohner, um die bis dahin gängige Pflichtfeuerwehr durch eine Freiwillige zu ersetzen. Die Versammlung fand damals in der Borcherschen Gastwirtschaft statt. Zum ersten Hauptmann wurde Zimmermann Heinrich Breuer ernannt. Stellvertreter wurde Hermann Wesch. Des Weiteren wurde beschlossen, dass „im Ernstfall“ sämtliche männliche und weibliche Einwohner bereit sein müssten, dass Löschwasser vom Kanal in einer Eimerkette zum Brandherd zu transportieren.

Um allerdings auch an brennenden Dachstühlen erfolgreich und effektiv löschen zu können wurde am 4.2.1922 eine Handdruckspritze angeschafft, die durch Pferde gezogen werden konnte und die noch bis heute im Besitz der Mehedorfer Wehr ist. Das Spritzenhaus fand den Platz in der Dorfmitte, wo auch heute das neue Feuerwehrgerätehaus seinen Platz gefunden hat.

Ende der 40er Jahre wurde die Handdruckspritze dann durch die erste Motorspritze ersetzt. Diese hieß „Ilo“

Alte Handdruckspritze Mehedorf

und hatte ihre gewissen Eigenarten, die aber geübte Maschinisten in den Griff bekamen. Im Jahr 1956 sollte ein VW Bus zur Beförderung von Gerätschaften beschafft werden. Da hierfür jedoch kein Platz vorhanden war, musste das Gerätehaus umgebaut werden. Wenig später, 1957, wurde die erste Sirene in der Ortschaft aufgebaut.

In den 60er Jahren wurde auch eine Tragkraftspritze vom Typ Bachert angeschafft, die mit einem VW Motor ausgestattet war. Weiterlesen… »

Aktuelles

Nieder Ochtenhausen (FR). Hat heute das Ehrenamt in der Politik sowie in der Bevölkerung einen sehr

Ortsbrandmeister Marcel Leenheer mit seinem Stellvertreter Thomas Hechler und Stadtbrandmeister Nils Schwarz (v.l.n.r.) konnten kürzlich Christoph Bardenhagen für 75 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr durch die Ehrung des Landesfeuer-wehrverbandes Niedersachsen auszeichnen.
Foto: Feuerwehr Nieder Ochtenhausen.

hohen Stellenwert, so war dieses nach Kriegsende 1945 von noch größerer Bedeutung. Vieles war nicht selbstverständlich, und musste erst wieder mühselig von Hand aufgebaut werden, um vergleichbare Strukturen von heute zu haben.

Eine überaus seltene Ehrung konnten Mitte August Stadtbrandmeister Nils Schwarz, Ortsbrandmeister Marcel Leenheer sowie sein stellvertreter Thomas Hechler im Hause Bardenhagen in der Mühlheimer Straße durchführen.

Auf stolze 75 Jahre Feuerwehrzugehörigkeit kann der heute 92 Jährige Christoph Bardenhagen mittlerweile zurückblicken. Ein Grund genug auch in Corona Zeiten die Ehrung durch den Landes-feuerwehrverband Niedersachsen persönlich vor-zunehmen. 1945 mit 16 Jahren trat Christoph Bardenhagen unter dem damaligen Brandmeister Ehlert Breuer seinen „ Dienst“ in der Feuerwehr an.  „Viele Kameraden sind aus dem Krieg nicht zurückgekommen“, erzählte er. „Es gab nur ein paar Ältere, die die Feuerwehr aufrechterhalten haben.“ Ein Grund mehr, sich für den freiwilligen Dienst zu melden wie er sagt. Heute ist Christoph Bardenhagen das letzte noch lebende Gründungsmitglied der Ortsfeuerwehr Nieder Ochtenhausen nach Kriegsende. Weiterlesen… »

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Bildunterschrift
Wurde mit dem Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen ausgezeichnet: der Spreckenser Johann Pape (Bildmitte). Zu den ersten Gratulanten zählten Abschnittsleiter Jörg Suske, der stellvertretende Ortsbrandmeister Johann Steinberg, Ortsbrandmeister Kai Klintworth sowie Bremervördes Stadtbrandmeister Nils Schwarz (v.l.n.r.) Foto: Bartmann

SPRECKENS (Lk ROW). Er war nie der Mann für die erste Reihe, sondern immer derjenige, der bescheiden gerne im Hintergrund tatkräftig

mit angepackt hat. Und das seit nunmehr 70 Jahren. Auf der Mitgliederversammlung der Ortsfeuerwehr Spreckens am Montag wurde Johann Pape mit dem Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen ausgezeichnet.

Als der gelernte Schuhmacher Johann Pape im Jahr 1951 in die junge Ortsfeuerwehr Spreckens eintrat – sie war gerade erst 1936 gegründet worden – stand sein Ent-schluss fest, sich ehrenamtlich für die Bürger zu engagieren. Unter dem damaligen Brand-meister Hinrich Bösch entwickelte sich schnell eine schlagkräftige Feuerwehr, auf die man sich Tag und Nacht verlassen konnte.

Johann Pape hatte in seinem Leben auch viele Höhen und Tiefen mitmachen müssen. Unter anderem wechselte er den Beruf des Schuhmachers und arbeitete fortan bei der Post in Bremervörde.

Mittlerweile engagiert sich der heute 89-jährige Pape seit 70 Jahren in der Feuerwehr und baut in seiner Freizeit gerne  Kugelschreiber aus Holz. Während der Mitglieder-versammlung am Montag wurde er nun mit dem Ehrenzeichen des Landes-feuerwehrverbandes Nieder-sachsen ausgezeichnet.

Für Abschnittsleiter Jörg Suske war es ein „besonderes Highlight“, einen Kameraden für seine 70-jährige Mitglied-schaft zu ehren. „Du hast die Ortsfeuerwehr Spreckens hier mit aufgebaut. Gerade nach dem Krieg war es bestimmt nicht einfach für euch“, zollte Suske dem Spreckenser seinen größten Respekt und nannte Pape ein „Vorbild für die Jugend“.

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